Pressemitteilung

Dekan Robert Kloker und MdB Christian Lange besuchen zum Josefstag den JMD
Kirche und Gesellschaft tragen Verantwortung für junge Menschen

Der Josefstag ist ein seit Jahren bundesweiter, dezentral durchgeführter Aktionstag, der auf die Arbeit der Jugendsozialarbeit in katholischer Trägerschaft aufmerksam macht. Die Einrichtungen präsentieren dabei ihre Angebote Verantwortungsträgern aus Kirche und Politik und wollen somit für die Problemfelder sensibilisieren, die leider sehr oft nicht die wünschenswerte Aufmerksamkeit haben.

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 V.r.n.l.: Angelika Grimmbacher JMD Schw. Gmünd, Dekan Robert Kloker, Bundestagsabgeordneter Christian Lange, Ulrike Mucke Regionalleiterin

Der Aktionstag ist auch ein Appell an die Verantwortung von Kirche und Gesellschaft für die sogenannten benachteiligten jungen Menschen, die eine Unterstützung brauchen. Mit der Aktion setzt IN VIA und die Gäste ein Zeichen für ein offenes, buntes Land und gegen Fremdenfeindlichkeit. Dazu hat der Jugendmigrationsdienst (JMD) in Schwäbisch Gmünd den Bundestagsabgeordneten Christian Lange und Herrn Dekan Robert Kloker eingeladen.
Mariam Abo Allaban, eine junge Frau, die 2015 aus Syrien im Rahmen eines Kontingents nach Deutschland ausreisen konnte, berichtete, welche Unterstützung sie durch den JMD erfahren hat. So Mariam Abo dazu wörtlich: „Ich bin sehr froh, dass ich nicht alleine gelassen wurde. Die persönliche Beratung durch Angelika Grimmbacher und die vielen aufmunternden Worte haben mir den Weg in die Sprachkurse und zu einem Praktikum in einem Labor ermöglicht. So hofft sie nun auf ihren Wunschausbildungsplatz zur Medizintechnischen Assistentin, zu dem sie morgen zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wurde. Zudem konnte Frau Abo Allaban durch die qualifizierte Unterstützung von Frau Grimmbacher bei einem bundesweiten Jugendworkshop zum Thema Partizipation teilnehmen.
Die Jugendmigrationsdienste, allein in katholischer Trägerschaft in Baden-Württemberg mit 20 Beratungsstellen und 43 Mitarbeitenden, fördern und beraten seit Jahrzehnten junge Migrantinnen und Migranten. Im Jahr 2016 waren dies 4988 junge Menschen Sie stehen mittlerweile auch jungen Flüchtlingen offen, was – so Ulrike Mucke, Regionalleiterin von IN VIA  – sachgerecht sei. Doch die zusätzlichen Angebote müssen mit der gleichen - schon geringen - Personalausstattung erledigt werden, erklärt Frau Mucke und ergänzt, dass diese zusätzlichen Herausforderungen mittlerweile die Mitarbeiterinnen an ihre Grenzen bringen.
Sollte dieser Missstand nicht bald beseitigt werden, ist eine hochwertige Begleitung der jungen Menschen wie bisher nicht mehr möglich, und sind weitreichendere Folgen nicht abzusehen.
Genau deshalb haben die Beteiligten für den letzten Bundeshalt die dringend erforderlichen Mittel erbeten. Leider konnte nur verhindert werden, dass es nicht zu den ursprünglich geplanten Kürzungen kam. Die notwendige Mittelaufstockung von mindestens weiteren 10 Millionen ist ausgeblieben. Die Mitarbeitenden und Träger der Jugendmigrationsdienste hoffen, dass zusätzliche Mittel von Politik und Verwaltung recht bald verlässlich und dauerhaft zur Verfügung gestellt werden.
Der Gmünder SPD Abgeordnete und parlamentarische Staatsekretär beim Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz Christian Lange, der anlässlich des Josefstags nicht zum ersten mal den Jugendmigrationsdienst von IN VIA besuchte, sicherte zu, sich wiederholt für diese wichtigen Mittel einzusetzen. Integration werde nur gelingen können, wenn ein hohes Ausmaß an qualifizierter Beratung die Menschen dabei begleite. „Insgesamt stehen den Migrationsdiensten 50 Mio. Euro zur Verfügung. In Deutschland kümmern sich mehr als 450 Jugendmigrationsdienste mit über 850 Mitarbeitern um jährlich etwa 100.000 junge Menschen mit Migrationshintergrund. Die SPD setzt sich für eine Erhöhung und Verstetigung der Haushaltsmittel ein.“
Auch Dekan Kloker sicherte seine Unterstützung zu. Der Josefstag sei ein wichtiges Zeichen hinein in Kirche und Gesellschaft, um auf die vielfältigen Nöte von jungen Menschen aufmerksam zu machen, seien sie nun geflüchtet oder geborene Gmünder.

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20.03.2017

Für die PM:

Ulrike Mucke
Regionalleiterin

 


IN VIA Katholischer Verband für Mädchen- und Frauensozialarbeit
Diözese Rottenburg-Stuttgart e.V.
Regionalleitung Nord /Stuttgart
Olgastraße 62
70182 Stuttgart
Tel.: 0711 24 89 31 – 22
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Verantwortlich: Ilona Rauschopf, Vorstand IN VIA
Bei „IN VIA Katholischer Verband für Mädchen- und Frauensozialarbeit“ engagieren sich 100 hauptamtliche und 90 ehrenamtliche Mitarbeiter/-innen. Allein die Bahnhofsmissionen leisten über 200.000 Mal im Jahr Hilfe. Über 1400 Jugendliche werden in fünf Jugendmigrationsdiensten und anderen Einrichtungen beraten und begleitet, darüber hinaus gibt es jährlich 6200 Kontakte in offenen Angeboten. Zu den Diensten von IN VIA gehören außerdem ein Kompetenzzentrum für die Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen, ein Mädchenwohnheim für Auszubildende, eine Kindertagesstätte mit 145 Plätzen für Kinder im Alter von null bis sechs Jahren und ein Zentrum für Interkulturelle Mädchenarbeit.

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IN VIA - Auf dem Weg

IN VIA ist auf dem Weg mit und für Kinder und Jugendliche, Mädchen und junge Frauen, junge Migranten/innen sowie Reisende und "Menschen unterwegs".
Wie ein roter Faden zieht sich die Begleitung, Unterstützung und Hilfe für junge Menschen auf ihrem Weg durch unsere Arbeit: Auf ihrem Weg ins Leben, in die eigene Lebensplanung, in Beruf und Gesellschaft, in die neue Heimat...
Diese Hilfen werden von hauptberuflichen Mitarbeiter/innen in Zusammenarbeit mit ehrenamtlich Engagierten angeboten.

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Kontakt

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