Rückblick auf 100 Jahre IN VIA

1909 – 1918
„Antwort geben auf die Not der Zeit…
1909 – 1918 „Antwort geben auf die Not der Zeit…
Ende des 19. Jahrhunderts:

  • Industrialisierung, Verstädterung etc. lösen Wanderungsbewegungen, insbesondere vom Land auf die Stadt aus.
  • Viele allein stehende junge Frauen aus ländlichen Gebieten ziehen in die Stadt.
  • Ausbeutung, Prostitution und Menschenhandel veranlasst katholische Frauen aus Bürgertum und Adel, 1895 den ersten „Marianischen Mädchenschutzverein“ in München zu gründen.
  • 1905 wurde in unserer Diözese die erste Bahnhofsmission (BM) eingerichtet.
1909 – 1918
„Antwort geben auf die Not der Zeit…
1909 – 1918 „Antwort geben auf die Not der Zeit…
  • Im April 1909 wurde der „Katholische Mädchenschutzverein der Diözese
    Rottenburg-Stuttgart“ gegründet.
  • Bahnhofmissionen und Vertrauensstellen wurden gegründet.
  • Ausbruch des 1. Weltkrieges brachte große Einschränkungen mit sich.
  • Vorbeugende Mädchenschutzarbeit verlagerte sich auf „Kriegsfürsorge“.
  • Katholischer Mädchenschutz war in den Heimen für die weiblichen Eisenbahn-,
    Post- und Straßenbahnangestellten zuständig.

 

1918 – 1933
...entsprechend dem sozialen Wandel
1918 – 1933 ...entsprechend dem sozialen Wandel
  • Weimarer Republik: „sozialpolitische Umwälzungen“, Weltwirtschaftskrise, Inflation, Massenarbeitslosigkeit.
  • Zunehmend wurden bezahlte Fachkräfte eingestellt, 1918 die erste Hauptamtliche in der Bahnhofsmission Stuttgart.
  • Ausbau der Vertrauensstellen und der Bahnhofsmissionen. 1927 waren 415 Frauen ehrenamtlich als Vertrauenspersonen tätig.
1918 – 1933
...entsprechend dem sozialen Wandel
1918 – 1933 ...entsprechend dem sozialen Wandel
  • Seit 1920 Massenabwanderung der Hausangestellten nach Holland sowie in die Schweiz.
  • “Schulentlassarbeit“: Hilfe bei Berufwahl, Information überArbeitsbedingungen im In- und Ausland über Einrichtungen desKatholischen Mädchenschutzes.
1918 – 1933
...entsprechend dem sozialen Wandel
1918 – 1933 ...entsprechend dem sozialen Wandel

  • Begrüßung der Neuzugezogenen, „Grüß-Gott-Briefe“, Vermittlung von Arbeit und Wohnung.
1933 – 1945
Handlungsspielräume nutzen
1933 – 1945 Handlungsspielräume nutzen
  • Katholische Mädchenschutzvereine grenzen sich 1933 von der nationalistischen Ideologie ab.
  • 1934 gab es in der Diözese Rottenburg Bahnhofsmissionen in Stuttgart, Ulm und Friedrichshafen, 27 Städte mit Bahnhofsmissionen auf Anmeldung und 506 Vertrauensstellen.
1933 – 1945
Handlungsspielräume nutzen
1933 – 1945 Handlungsspielräume nutzen
  • 1935 Gesetz über Verbot öffentlicher Sammlung entzog der kirchlichen Wohlfahrtspflege ihre Grundlage.
  • Erlass mehrerer Gesetze, die die Arbeit erschwerten oder unmöglich machten.
  • Der Katholische Mädchenschutz führte seine Arbeit so gut als möglich fort.

 

1933 – 1945
Handlungsspielräume nutzen
1933 – 1945 Handlungsspielräume nutzen
  • Um 1940 massiver Zuzug von jungen Frauen nach Stuttgart, Hilfen zur Eingliederung durch Hausbesuche, Ortsfremdengruppen und -nachmittage.
1945 – 1967
Wiederaufbau mit neuen Aufgaben
1945 – 1967 Wiederaufbau mit neuen Aufgaben
  • 1944 wurde die damalige Geschäftsstelle bei einem Fliegerangriff auf Stuttgart zerstört. Die Geschäftführerin Maria Metzler kam dabei ums Leben, alle Unterlagen und Akten wurden vernichtet.
  • Massennot auf den Bahnhöfen im Sommer 1945 führten zu einer Belebung der Bahnhofsmission in 17 Städten unserer Diözesen.
  • Übernachtungen, Betreuung von Evakuierten, Durchreisenden, Soldaten, Flüchtlingen in den 50iger Jahren, vor allem „SBZ-Reisende“ und zurückkehrende Kriegsgefangene.
1945 – 1967
Wiederaufbau mit neuen Aufgaben
1945 – 1967 Wiederaufbau mit neuen Aufgaben
  • Mädchenschutzarbeit: Schwerpunkt hauswirtschaftliche Schulung.
  • Einrichtung neuer Kontaktstelle, Beratung von Schulabgängerinnen.
  • Stellenvermittlung für Hausangestellte.
  • Au-pair-Vermittlung ab den 60iger Jahren steigend.
1945 – 1967
Wiederaufbau mit neuen Aufgaben
1945 – 1967 Wiederaufbau mit neuen Aufgaben
  • Charlotte Armbruster baut und gründet 1949 das Hildegardisheim für Mädchen und Frauen, Rentnerinnen und Kriegswitwen. Bis 1956 Ausbau des Hauses, 170 Plätze Mädchenwohnheim, 30 Plätze für Frauen im Altenwohnheim, 100 Tagheimplätze für Kinder
1945 – 1967
Wiederaufbau mit neuen Aufgaben
1945 – 1967 Wiederaufbau mit neuen Aufgaben
  • 100 Kinder werden im Hildegardisheim ganztags betreut
1945 – 1967
Wiederaufbau mit neuen Aufgaben
1945 – 1967 Wiederaufbau mit neuen Aufgaben
  • Ab 1952 Betreuung der zugewanderten jungen Frauen aus der damaligen sowjetisch besetzten Zone (SBZ-Mädchen).
  • 1959 wurden die ersten Jugendgemeinschaftswerke für spätausgesiedelte Mädchen eingerichtet.
1967 - 1990
Vom Mädchenschutz zur Jugendsozialarbeit
1967 - 1990 Vom Mädchenschutz zur Jugendsozialarbeit
  • 1967: Änderung des Verbandsnamens in „Verband Katholischer Mädchensozialarbeit der Diözese Rottenburg-Stuttgart e.V.“
  • Jugendgemeinschaftswerke lösen die „SBZ-Arbeit“ ab. Angebot öffnet sich auch für Jungen. Jugendliche kamen vor allem aus Rumänien, Polen der damaligen UdSSR und DDR. 1987 wurden 1105 Jugendliche betreut, im Jahr 1990 2653.
1990 - 2009
Für Chancengleichheit in einer globalisierten Welt
1990 - 2009 Für Chancengleichheit in einer globalisierten Welt
  • Erweiterung der Angebote für Jugendliche mit den Schwerpunkthemen Migration, Bildung, Chancengerechtigkeit für Mädchen und junge Frauen, oft auch in zeitlich befristeten Projekten (z.B. Kinder- und Jugendarbeit im Wohngebiet Coop, Jugendtreff Dom Kulturi,…)
  • Jugendberufshilfe??-  Mädchentreff
1990 - 2009
Für Chancengleichheit in einer globalisierten Welt
1990 - 2009 Für Chancengleichheit in einer globalisierten Welt
  • 2004: Jugendgemeinschaftswerke werden zu Jugendmigrationsdiensten.
1990 - 2009
Für Chancengleichheit in einer globalisierten Welt
1990 - 2009 Für Chancengleichheit in einer globalisierten Welt
  • Jugendwohnheim Hildegardisheim bietet Platz für 107 junge Frauen während Schule und Ausbildung.
1990 - 2009
Für Chancengleichheit in einer globalisierten Welt
1990 - 2009 Für Chancengleichheit in einer globalisierten Welt
  • Gründung der „Kirchlichen Bahnhofsmission Württemberg“ verbesserte Zusammenarbeit und Vereinbarungen der beiden Träger.
1990 - 2009
Für Chancengleichheit in einer globalisierten Welt
1990 - 2009 Für Chancengleichheit in einer globalisierten Welt
  • Kita „Wilde Hilde“ wird von 100 Kindern unterschiedlicher Nationalität besucht.
  • Die „Kleine Hilla“ – Krippen der „Wilden Hilde“ werden 2009 eröffnet.
waiting

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster.

IN VIA - Auf dem Weg

IN VIA ist auf dem Weg mit und für Kinder und Jugendliche, Mädchen und junge Frauen, junge Migranten/innen sowie Reisende und "Menschen unterwegs".
Wie ein roter Faden zieht sich die Begleitung, Unterstützung und Hilfe für junge Menschen auf ihrem Weg durch unsere Arbeit: Auf ihrem Weg ins Leben, in die eigene Lebensplanung, in Beruf und Gesellschaft, in die neue Heimat...
Diese Hilfen werden von hauptberuflichen Mitarbeiter/innen in Zusammenarbeit mit ehrenamtlich Engagierten angeboten.

Hier können Sie den Flyer herunterladen

Kontakt

Vorstand
Ilona Rauschopf
Stöckachstraße 55
70190 Stuttgart

Tel. 0711 92562-70
Fax 0711 92562-88
i.rauschopf@invia-drs.de