Am 22.10.2025 feierte der Jugendmigrationsdienst (JMD) Ulm mit einem festlichen Rückblick sein 20-jähriges Bestehen. Geladen waren Stadträt*innen, Mitglieder*innen aus der Verwaltung und ehemaligen Teilnehmer*innen. Der Bundestagsabgeordnete Marcel Emmerich (Bündnis 90/Die Grünen) sowie Jan Rick, Leiter Projekt Geflüchtete der Stadt Ulm, würdigten das Engagement des Beratungsdienstes und der Lerntreffs.
Im vergangenen Jahr wurden 527 junge Menschen von IN VIA Ulm begleitet. Die Regionalleiterin Lydia Trollmann machte deutlich, wie wichtig es sei, dass die Jugendlichen hier Vertrauen, Unterstützung und neue Perspektiven finden. Besonders berührend waren die Geschichten der ehemaligen Teilnehmer*innen, die im Mittelpunkt der Veranstaltung standen.
Sebastian aus Polen, 28 Jahre alt: „Mit Hilfe des Lerntreffs konnte ich erfolgreich die Hauptschule abschließen. Dort lernte ich nette Menschen kennen, mit denen ich mich regelmäßig traf, um Hausaufgaben zu machen. Dank dieser Unterstützung habe ich schließlich das Abitur gemacht und den Weg ins Studium gefunden.“
Das Erfolgsrezept und somit die positive Wirkung besteht laut Melanie Brumann, verantwortlich für die Lerntreffs, aus langjähriger Erfahrung und der Nachhaltigkeit des Bildungskonzeptes. So bietet IN VIA in Kooperation mit der Stadt Ulm drei offene Lerntreffs – im Weinhof, Mähringer Weg und in der Schaffnerstraße an. Für rund 100 Migrant*innen und Geflüchtete ist dort eine gezielte Lern- und Sprachförderung durch die Unterstützung der Stadt Ulm, privater Spender sowie der BEURER STIFTUNG und der AKTION 100.000 möglich. Aber auch ehrenamtliche Mitarbeiter*innen und ehemalige Schüler*innen tragen maßgeblich zu den vielfältigen Angeboten bei.